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                 ... die abgespeckte Diätversion ...

                            Diabetiker-Schokolade:

Diabetes mellitus:   Krankheit mit Einhaltung von Diät

                  +

Schokolade:                  Genussmittel   

                      =                        

                           krankhafter Genuss an diätorientierter Er-                            nährung

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Folgen des Gewichtsverlustes

Gesundheitliche Beschwerden, die aus einem leichten Untergewicht mit einem BMI von 18 resultierten, hatte ich bereits angenommen, ohne diese zu hinterfragen. Es waren Symptome meines Kampfes gegen meine Existenz. Meiner eigenen Vernichtung. Obwohl ich eigentlich nur hatte leben wollen. Das Leben, das ich nie hatte...

~ m e i n e  p h y s i s c h e n  S y m p t o m e ~

  • Amenorhoe Ich war selbst verwundert darüber, in wie weit mein Körper den von mir verursachten Nährstoffmangel kompensieren konnte. Dass er einiges zu leisten hatte, um meine körperlichen Funktionen aufrecht zu erhalten, bemerkte ich schon nach drei, vier Monaten nach Beginn meiner „Diät“. Meine Tage blieben im Mai 2007 das erste Mal seit meinem zwölften Lebensjahr aus. Mein Körper erachtete die Hormonproduktion von nun an als nebensächlich und beschränkte sich auf die lebensnotwendigen Vorgänge, für die ich ihm wenig Energie zugestand. Damals hatte ich noch ein so hohes Körpergewicht (80-75kg), dass mir die Reduzierung dessen als Priorität entgegen kam. Und von jeder Seite betrachtet kann man auf die Menstruation leicht verzichten. Zudem wertete ich dies als eindeutiges Zeichen meines Körpers, dass ich schlanker wurde. Zu schlank, als das mein Körper einen Zyklus aufrecht erhalten konnte. Meine monatliche Blutung hat auch bis heute nicht wieder eingesetzt.

      ... weitere Ausführungen hierzu unter: *Schokoladensoße*

  • Haarausfall Durch die Einstellung der Hormonproduktion beziehungsweise der Drosselung dieser hatte ich am Ende eine Zeit lang starken Haarausfall. Sie gingen mir nicht büschelweise aus. Aber wenn ich mit gespreizten Fingern durch mein Haupthaar fuhr, verfingen sich jedes Mal 4-5 Haare in ihnen. Und morgens auf dem Kopfkissen fand ich sie. Dafür hatte ich den Eindruck, dass meine Hautunreinheiten nachgelassen hatten.

  • Durchblutungsstörungen Nach einem Verlust von 30-40kg fror ich ständig. Blau unterlaufene Fingernägel, fleckig marmorierte (Gesichts-)Haut, teilweise eingeschlafene Hände und Füße mit Taubheitsgefühlen. Auch wurde mir schwarz vor Augen, wenn ich am Morgen aufstand oder mich von einem Stuhl oder aus der Hocke erhob.

  • Verlust an Muskelgewebe Wenig später kam eine Schwäche in den Oberschenkeln dazu, die sich anfühlte, wie ein herabgesetzter Allgemeinzustand während einer Grippe-Infektion. Es bereitete mir Probleme, aus einem Sessel in den Stand zu gelangen oder Treppen zu steigen.

  • Verlust an Fettpolstern Neben dem gewünschten Schwinden von überschüssig gefüllten Fettdepots  verlor mein Körper auch an Fettgewebe, das zum Schutz innerer Organe beziehungsweise der Knochen dient: Meine Sitzknochen schmerzten mir, meine Becken- und Schulterknochen beim Liegen.

  • Herz-Kreislaufsystem Der Tiefstwert meines Blutdrucks lag um 82/48 mm/hg und bei einem Puls von 36 Schlägen in der Minute näher an pathologischen als an physiologischen Ergebnissen. Auch heute noch habe ich sehr niedrige Werte, zumal ich wieder bei einem ähnlichen Körpergewicht angelangt bin.

  • Verdauung Beachtlich intakt hingegen blieb die Verdauung, regelmäßig und frei von Beschwerden. Vermutlich zurückzuführen auf die großen Obstportionen mit meiner Hauptnahrungsquelle Magerquark, die durch ihre Ballststoffe und die darmfreundlichen Bakterienkulturen eine physiologische Darmtätigkeit aufrecht erhalten konnten.

  • Nahrungsmittelunverträglichkeit Als ich aufgrund meiner Absicht, abnehmen zu wollen, eine gesunde und kalorienarme Ernährungsweise mit Obst und Gemüse zu verfolgen begann, machte mir mein Körper diese Umstellung mit Durchfällen zu keiner leichten. Aber mit dem Verlust der Kilos verloren sich auch diese Beschwerden. Mit der Rückkehr zu meinem früheren Essverhalten stehe ich bis heute vor ähnlichen Problemen: Ich kann kein normales Gericht mehr zu mir nehmen, ohne mit Gewissheit sagen zu können, ob mein Körper darauf mit Krämpfen reagieren wird. Dies hält mich auch davon ab, überhaupt wieder warme Mahlzeiten zu probieren und hält stattdessen mein gestörtes Essverhalten aufrecht. 


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~ m e i n e  p s y c h i s c h e n  S y m p t o m e ~
 
  • Ich konnte/kann mit dem Abnehmen nicht mehr aufhören... Original-Auszug aus meinem Tagebuch vom Donnerstag, 04. Oktober 2007: Es ist Herbst geworden. Seit 35 Wochen lebe ich Diät und verliere an Gewicht. Es sind 40 Kilogramm Verlust an Körpergewicht. Und es wird immer mehr. Ich kann damit nicht mehr aufhören. Geahnt und vermutet habe ich schon längst, dass es kein wirkliches Ende geben kann. Und um ein Ende herauszuzögern, stufe ich mein zu erreichendes Gewicht in Fünf-Kilo-Schritten immer tiefer. Das ursprünglich angestrebte Wunschgewicht habe ich bereits zum dritten Mal nach unten hin korrigiert. Sobald ich das voraussichtliche Zielgewicht unterschreite, geht es einfach weiter. Es fühlt sich gut an, die Ziffern auf dem Display zu lesen, mit dessen Werten ich meinen Körper nicht in Zusammenhang bringen kann. Zu Beginn bedeutete die 65kg-Marke die Ziellinie, dann verschob ich sie zur 60. Und als zum ersten Mal die Fünf als erste Ziffer angezeigt wurde, wollte auch ich das Recht darauf, dünn zu sein: 55kg sollten es werden. Und als die immer realistischer wurden, konnte ich schon auf die  50kg blicken. Dabei weiß ich selbst nicht einmal mehr, worum es mir dabei noch geht. Es ist nicht mehr das bloße Abnehmen. Nicht das Abnehmen, um wieder in eine Hose zu passen. Es sind die Zahlen, die mir die Waage zeigt. Dabei freue ich mich jedes Mal darauf, mein Zielgewicht endlich zu erreichen. Aber je erreichbarer das Ziel wird, desto eher stelle ich es wieder in Frage.

  • Mein Verhältnis zu Nahrungsmitteln und zum Essen selbst veränderte sich. Eine logische Folge, die nicht ausbleibt, wenn man monatelang über Lebensmittel Erfolge zu erreichen versucht, die durch den Körper ins Sichtbare übersetzt werden sollen. Ich beobachtete erst spät, dass es überhaupt zu Veränderungen gekommen war. Es war eine langsame Entwicklung, die mir erstmals im Sommer 2007 nach etwa einem halben Jahr bewusst wurde. Es begann mit einem unerklärlichen, plötzlichen Interesse an Kochsendungen im Fernsehen. Zuvor empfand ich solche Themen banal und sie langweilten mich. Ich verfolgte ich täglich „Das perfekte Dinner“. Manchmal blättere ich die Programmzeitschrift nach entsprechenden Themen dieser Art durch. Obwohl mir der gesundheitliche Aspekt meines Essens nicht an erster Stelle stand, beschäftigte mich gesunde Ernährung besonders. Meine eigene Ernährung war weit entfernt, den gesundheitlichen Aspekt zu verfolgen, ansonsten hätte ich meinen Körper solch einer Auszehrung durch Nährstoffmangel nicht ernsthaft aussetzen können. Während des Alltages im Berufsleben habe ich regelmäßig Kontakt zu Nahrungsmitteln. Diese nahm ich über all die Sinne auf, die es mir möglich machten, durch sie nicht meine Figur zu beeinflussen. Sobald ich mich unbeobachtet fühlte, roch ich daran. Fühlte die Konsistenz. Von manchem wusste ich nicht einmal mehr, wie es schmeckte. Der private Lebensmitteleinkauf war nicht anders. Der Supermarkt wurde zu einem Ausübungsort meines Hobbies, ein Höhepunkt in jeder Woche. Ich lief mit stierendem Blick an den gefüllten Regalen auf und ab, die eine Reizüberflutung in mir auslösten, sodass ich mich nicht daran satt sehen konnte. Keines der Produkte war für mich noch als etwas Normales anzusehen. Manchmal vergas ich regelrecht, dass es selbst für mich die Möglichkeit gäbe, daran zu gelangen.

  • Essverhalten: Ich habe eine Ess-Störung, die mit einem selektivem Essverhalten einhergeht. Das bedeutet, dass ich nur eine geringe Auswahl von Nahrungsmitteln in meinen Speiseplan aufnehme. Somit esse ich immer der Gleiche. Es kostet mich viel Überwindung, etwas zu essen, von dem ich nicht aus Erfahrung sagen kann, dass ich dadurch nicht an Gewicht zunehme. Ich muss erstmal Vertrauen erlangen, in dem ich beobachte, wie sich mein Gewicht entwickelt, wenn ich ein neues Lebensmittel zu mir nehme. Beispielsweise habe ich  Quark der magersten Stufe lange Zeit nur aufgrund seiner weißen Farbgebung und der cremigen Konsistenz für ein der schlanken Linie nicht zuträgliches Lebensmittel gehalten.

  • ... weitere Punkte befinden sich in Überarbeitung...





... n  ä  c  h  s  t  e  s    S  c  h  o  k  a  p  i   t  e  l  ...

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... I've come too far to take orders from a cookie ...

*Zartbitterschokolade*

am Ende des Genusses bemerkst du den bitteren Nachgeschmack

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