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... wie alles begann...

*Kinderschokolade*
 
vom schmalen Kinderriegel zur ausgewachsenen Vollmilchschokolade
 
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Als Kind gehörte ich der Gruppe an, die sich zu den Normalgewichtigen zählen durfte. Ich war ein aktives Mädchen, das sich bei jedem Wetter in der freien Natur aufhielt und sich in vielen verschiedenen Sportarten erprobte. Ich bestritt Wettkämpfe im Geräteturnen, nahm an Jugend trainiert für Olympia im Schwimmen teil und erhielt Ehrenurkunden in der Leichtathletik.

Schüchtern und gehemmt im Umgang mit anderen war ich immer gewesen. Durch die vielen Veränderungen, die das Erwachsenwerden hervorruft, suchte ich einen sicheren Ort und fand ihn nur in mir selbst. Ich erlag damit meinen sozialen Ängsten und zog mich in mich selbst zurück. Im Vergleich mit anderen fühlte ich mich minderwertig und mied größere Menschenmengen. Dadurch verschwanden auch die sportlichen Aktivitäten aus meinem Leben. Und ich verlor den Anschluss. Den Kontakt zu Gleichaltrigen und den Bezug zum Leben. Meine noch unstabile Persönlichkeit reifte in der Enge meiner vier Wände heran. Ich entwickelte mich ohne fremde Einflüsse von außen. Es gab keine Freunde mehr, deren Identität mich auf der Suche nach meiner eigenen hätte richtungsweisend sein können. Ich kleidete mich, wie ich nach außen hin wahrgenommen werden wollte und nicht, wie es die aktuelle Mode vorgab. Ich hörte die Musik, die mir positive Gefühle vermittelte und nicht die, die in den Charts gespielt wurde. Ich musste mich nicht mehr der Mehrheit anpassen. Aber dafür blieb ich in der Minderheit.

Ich machte mir selbst in Zeiten der Pubertät keine Gedanken um Diäten, Figur und Gewicht, obwohl ich  die normale Gewichtszunahme während der Entwicklung meines Körpers nicht akzeptieren konnte. Ich umging die Konfrontation damit einfach, auch wenn es das nicht war und es und ich immer schwerer wurden.
Ich selbst empfand mich früher nicht als schlank. Aber später auch nicht als dick, als ich dem Teenageralter entwachsen und von der Lebenszeit her bereits eine junge Frau war, die sich seit ihrer Mädchenjahre nicht mehr mit beiden Beinen auf eine Waage gestellt hatte. Und genauso unsicher stand ich auch im Leben. Ich stellte keine Erwartungen an das Leben und wollte auch nicht, dass es welche an mich stellte.

Erst im Zeitraum zwischen dem 18., 19. bis 22. Lebensjahr begann sich das Fett vermehrt einzulagern. Ich nahm zunehmend mehr Nahrung zu mir: Ich aß morgens ein Vollkornbrötchen, eine Hälfte mit fettem Käse belegt, die andere mit kalorienlastiger Schokocreme, zum Trinken rührte ich einen halben Liter Kakao an. Mittags servierte ich mir zwei große Portionen einer warmen Mahlzeit mit etwa einem Liter Cola dazu, anschließend als Nachspeise täglich eine  Schale Eis mit Vanilliesauce. Plus Nachschlag. Am Abend bevorzugte ich immer öfter statt Brot und Aufschnitt großzügige Mengen an Keksen und Kuchen, an denen ich mich wie an einer Mahlzeit sättigte. Wieder mit einem halben Liter Kakao. Danach ging es vor dem Fernseher gleich mit Süßigkeiten weiter. Einfach, weil es mir gut schmeckte.

Da ich mich weiterhin nicht wog, machte sich die ständige Gewichtszunahme in erster Linie am Hosenbund bemerkbar: Von Größe 38 kam jeweils eine Nummer größer hinzu: 40, 42 -bis eines Tages die 44 einschnürrte und zu kneifen begann.

 

n  ä  c  h  s  t  e  s    S  c  h  o  k  a  p  i  t  e  l

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wie die

*Vollmilchschokolade*

ins Schwitzen geriet

...und zu schmelzen begann... 

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( siehe SchokoladenMenue )