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 ... dein Hunger kocht wie ...

*heiße Schokolade*

... doch du verbrennst dir den Mund an Fett und Kalorien ...
 
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Ich weiß - nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. Aber dieses Kapitel meines Lebens habe ich noch nicht verarbeitet. Daher befindet sich diese Schokoladenseite meiner Blogschokolade noch im Aufbau. Bald wirst du an dieser Stelle  die Hintergründe meiner Ess-Störung kennenlernen, in dem ich dir erzähle, was ich rückblickend für Ursache, Auslöser und aufrechterhaltende Funktion meiner Erkrankung halte. Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, kannst du dir unten schon eine kleine Kostprobe auf der Zunge zergehen lassen:
 
 
 
Es ist ein heißes Thema. Eins, mit dem man sich erst zu beschäftigen beginnt, wenn es zu spät ist. Wenn es so spät ist, dass es an der Zeit ist, sich endlich umzudrehen und zurückzusehen. Zurück auf das, was hinter einem liegt. Auf die Vergangenheit, um in der Gegenwart leben zu können. Um weiterleben zu können. Die Gründe, die ursächlich für die Entwicklung einer Ess-Störung sind, bleiben so lange im Hintergrund, bis du verstehst, dass du sie in den Mittelpunkt stellen musst, um selbst deine Mitte zu finden. In dem Kampf gegen das gestörte Essverhalten muss man seinen Gegner kennen. Aber gegen wieviele Gegner man tatsächlich antreten muss, wird meist erst deutlich, wenn man mit seinen Waffen längst in den Krieg gezogen ist.
 
Ich habe erst sehr spät begonnen, mich mit den Ursachen meiner Ess-Störung auseinanderzusetzen. Ich dachte lange, sie wäre einfach eine logische Folge meiner strengen Diät. Doch die Diät war nur der Auslöser. Auch heute fällt es mir noch schwer zu glauben, dass  nicht das Essen selbst oder mein Essverhalten das Problem sind. Denn andere Probleme habe ich nicht. Aber vielleicht braucht man auch gar nicht die Probleme, die zu einer Ess-Störung werden. Vielleicht reicht es auch schon, wenn man alle Persönlichkeits-merkmale in sich trägt, die einen Menschen für die Entstehung dieser Krankheit anfällig machen. Vielleicht bin ich mit meinem problemlosen Leben der lebendige Beweis dafür, dass Probleme nicht immer nur von außen auf den Betroffenen einwirken müssen, sondern sie genauso problematisch werden können, wenn sie von Anfang an im Innersten dieser Person vorhanden waren. Und vielleicht sind es gerade diese inneren, die psychischen Probleme, die wir von außen nicht so leicht beheben können, als würden sie sich äußerlich, im Umfeld des Menschen, befinden.
 
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